Nur wenige Jahre nach Kriegsende würdigten die Wuppertaler Stadtwerke den 50. Geburtstag der Schwebebahn mit einer opulenten Ausstellung. Vom 1. bis zum 11. März 1951 gab es an der Ohligsmühle eine Leistungsschau von Bus und Bahn.
KW06/2026 – Wuppertal: Fahrscheine verkaufen für Anfänger!
Für neue Auszubildende, damals noch “Lehrlinge” genannt, bestand die erste Aufgabe sprichwörtlich oft darin, die Werkstatt zu fegen. Für angehende Straßenbahn- und Busfahrer der Wuppertaler Stadtwerke stand dagegen zuerst das Verkaufen von Fahrscheinen auf dem Plan.
2026 wird das 125-jährige Bestehen der Schwebebahn gefeiert und die Deutsche Post hat aus diesem Anlass eine Sonderbriefmarke herausgegeben, die die Station Robert-Daum-Platz (ursprünglich hieß sie Breitestraße, ab 1929 dann Tannenbergstraße) im Zustand nach der Betriebsaufnahme und in der Gegenwart zeigt.
KW52/2025 – Wuppertal: Happy Birthday Tw 159!
Das Jahr 2025 brachte den Bergischen Museumsbahnen den Neustart nach viereinhalb Jahren Unterbrechung des Fahrbetriebs. Wer jetzt naiv gedacht hat, damit wären die Probleme gelöst, hat sich natürlich getäuscht. Die Infrastruktur (Gleise, Stromversorgung etc.) wird uns noch lange Zeit beschäftigen und – vor allem – auch unsere finanziellen Mittel binden. Die Wiederbelebung der BMB ist eben kein Sprint, sondern ein Marathon!
Der besondere Nachteil der Investitionen in die Infrastruktur ist, dass unsere Fahrgäste davon so wenig wahrnehmen. Reparierte Fahrleitungsmasten und neue Schwellen sind halt ziemlich “unspannend”. Um einen “Wow-Effekt” bei unseren Besuchern zu erzeugen, bräuchte es eher mal ein “neues” Fahrzeug – und zwar eines, dass auch Laien als solches erkennen können. Bester Kandidat dafür ist natürlich Triebwagen 159, unser “Flaggschiff” und Favorit der meisten Mitglieder unseres Vereins. Anläufe, mit der Renovierung von Tw 159 mal einen Schritt voranzukommen, hat es in den letzten Jahren durchaus gegeben. Sie sind aber letztlich an dringlicheren Prioritäten gescheitert.
KW51/2025 – Wuppertal: Der “Samba-Express” steht Kopf !
Der Samba war ein Modetanz der 50er Jahre, der sich vor allem durch schwungvolle Bewegungen auszeichnet. Neue Schienenfahrzeuge der Nachkriegszeit gewannen durch fortschrittliche Federungen an Fahrkomfort, wobei auch hier gewisse Schwankungen nicht ausblieben. Diese wagen zogen deshalb rasch den Spitznamen “Samba-Wagen” auf sich. Neben verschiedenen Straßenbahn-Typen war der bekannteste Träger dieses Namens der weitverbreitete Uerdinger Schienenbus. Auch in Wuppertal erinnert die “Samba-Trasse” noch heute an eine Stammstrecke der roten Brummer.
KW46/2025 – Wuppertal: Treffen dreier Generationen
Am 14. November 2015 wurde der erste Schwebebahn-Triebwagen der “Generation 15” in Wuppertal von den WSW mit einem kleinen Willkommensfest und einer öffentlichen Präsentation der ersten Fahrzeugteile gefeiert. Auf den beiden sonnengelben Megatrailern kamen der Vorderwagen A und die vier Drehgestelle eskortiert von zwei Polizeimotorrädern und einem Sprinter der WSW-Verkehrsaufsicht gegen 11.15 Uhr vom Sonnborner Kreuz her die Kaiserstraße hinauf gefahren. Eine Stunde zuvor hatten sich die Lkw vom Kiepe-Werksgelände in Düsseldorf-Hassels aus auf den Weg nach Wuppertal gemacht mit Zwischenstopps auf dem Parkplatz der A46 nahe Haan und unter dem Schwebebahnhof Hammerstein, wo die Polizeimotorräder dazu stießen. Die Seitenwände des Aufliegers mit dem A-Teil waren mit vollflächigen Folien beklebt, auf denen die neue Schwebebahn abgebildet war. Dazu stand in großen Buchstaben quer über die Plane: „Hallo Wuppertal! Jetzt bin ich da!“.
KW45/2025 – Düsseldorf: “Geheimsache Schwebebahn”
Am 14. November 2015 wurde das erste Fahrzeug der neuen Schwebebahngeneration in Wuppertal-Vohwinkel angeliefert. Die Wagenkästen und Drehgestelle wurden zuvor im Werk von Vossloh Rail Vehicles in Valencia (heute Stadler) montiert. Die beiden nagelneuen Lkw, die der beauftragte Spediteur extra für den Transport aller Schwebebahnen angeschafft hatte, mit dem A-Teil und den vier Drehgestellen hatten auf ihrem Weg nach Wuppertal einen zweitägigen Zwischenhalt im Werk von Vossloh Kiepe (heute Kiepe Electric) in Düsseldorf-Hassels eingelegt, so dass es für diese 2 Tage auch in Düsseldorf mal eine Schwebebahn gab!
KW35/2025 – Düsseldorf: Wie man sich bettet, so liegt man…
Zu den Auflagen der technischen Aufsichtsbehörde, die uns bei den BMB derzeit am meisten wehtun, gehört die Forderung, zahlreiche abgängige Schwellen auf der Strecke zu tauschen. In den Jahren 2012 bis 2019 sind jedes Jahr größere Gleisabschnitte überarbeitet worden, jedoch wurde das Programm aus irgendwelchen Gründen dann nicht mehr fortgesetzt. Dadurch sind Abschnitte verblieben, auf denen noch durchgehend die Schwellen der letzten Streckensanierung von 1952 liegen, bei der die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) außerdem – der Not der Zeit gehorchend – nicht immer Schwellen der besten Qualität verbaut haben. Es ist schade, dass die Aufsichtsbehörde jetzt darauf gestoßen ist, denn wir waren ja schon auf einem guten Weg. Wenn man das englische Wort “Sleeper” für Schwelle mit “Schläfer” übersetzt, sind wir jetzt eben unsanft geweckt worden.
KW20/2025 – Berlin-Köpenick: Ein Straßenbahn-Netz für sich
Berlin hat 1920 den Anfang mit einer Entwicklung gemacht, die 1929 auch das Tal der Wupper erfasste: Größere Städte wurden im Zuge einer kommunalen Neugliederung zu noch größeren Einheiten zusammengefasst. Als letztes entstand 1937 “Groß-Hamburg”. “Größere Städte” meint an dieser Stelle Gemeinwesen, die schon über ein ausgeprägtes Eigenleben und eine städtische Infrastruktur verfügten. Wenngleich Köpenick beim Übergang auf Berlin mit knapp 33 Tsd. Einwohnern nicht mit Barmen oder Elberfeld zu vergleichen war, so verfügte die Stadt damals doch schon über ein verzweigtes Straßenbahnnetz, dessen Struktur mit seiner Ausrichtung auf die Altstadt heute noch gut zu erkennen ist.
Die verwinkelten Durchfahrten durch enge Straßen überlebten sogar die Wende und fielen erst danach eifrigen Verkehrsplanern zum Opfer. Im Nachbarstadtteil Adlershof entstand eine der wenigen Berliner Neubaustrecken, so dass Köpenick jetzt über zwei Wege mit Schöneweide und dem restlichen Berliner Straßenbahnnetz verknüpft ist.
KW19/2025 – Wuppertal-Loh: Einst ein vitales Stadtviertel
Wenn Bilder sprechen könnten, würde dieses viel über die Veränderungen entlang der Loher Straße in Wuppertal-Unterbarmen erzählen. Aufgenommen vor gut 40 Jahren, ist ein gebraucht von den Dortmunder Stadtwerken erworbener Achtachser auf Linie 608 auf dem Weg vom Barmer Klinikum zum östlichen Endpunkt der Linie an der Dieselstraße in Langerfeld. Hansa-Waggon in Bremen war der Lieferant der Bahn und die Linie 608 stand noch bis zum 16. Juni 1985 in Betrieb. Weiter im Einsatz ist natürlich die Wuppertaler Schwebebahn mit der Haltestelle Loher Brücke, wenige Meter im Rücken des Fotografen.
KW18/2025 – Köln-Wahn: Das Nest einer der Kleinsten…
Die Wahner Straßenbahn war mit ca. 2,8 Km Streckenlänge einer der kleinsten deutschen Schienenverkehrsbetriebe. Hinzu kommt, dass sie eigentlich kein örtliches Verkehrsbedürfnis bediente, sondern schwerpunktmäßig Arbeiter und Soldaten vom Wahner Bahnhof zum anderen Streckenende beförderte. Ganz allein auf weiter Flur war die kleine Bahn aber nicht. Die Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG hatte um die Wende zum 20. Jahrhundert im westdeutschen Raum verschiedene Überlandbahnen eingerichtet, die sich durch gleichartige Bauprinzipien und Wagenmodelle auszeichneten. Die große Dynamit-Fabrik der Rheinisch-Westfälischen Sprengstoffwerke war ab 1914 durch die Straßenbahn Siegburg – Zündorf an die Staatsbahn in Troisdorf angebunden worden. Vielen Mitarbeitern der großen Fabrik war jedoch – vor allem, wenn sie aus Köln kamen – die Anreise über Troisdorf zu umständlich. Das RWE reagierte darauf mit dem Bau der wesentlich kürzeren Anbindung an den Bahnhof von Wahn, das damals noch nicht zu Porz bzw. später zu Köln gehörte. An der Flughafenstraße in Lind traf sie auf die Gleise der Schwesterbahn Siegburg – Zündorf. Übergangsverkehr war zwar möglich, aber nicht üblich. Die neue Strecke gehörte der Gemeinde Wahn, das RWE erbaute sie und übernahm wie üblich die Betriebsführung. Am 06. Mai 1917 wurde der Verkehr eröffnet.










